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12 Tage, 4000 Kilometer, eine Botschaft: Die Ukraine ist ein Asset für die Sicherheit Europas

vor 1 Tag
2 Min. Lesezeit

Im September organisierte und begleitete das Deutsch-Ukrainische Büro (DUB) in Deutschland eine Reihe von Fachgesprächen zwischen Soldaten der 71. selbstständigen luftbeweglichen Brigade der ukrainischen Streitkräfte und deutschen Akteuren aus Politik, Fachkreisen und Verteidigungsindustrie. Innerhalb von zwei Wochen besuchte die ukrainische Delegation sieben Städte in sechs Bundesländern und führte mehr als 20 hochrangige Gespräche.


Im Mittelpunkt stand der intensive fachliche Austausch zwischen ukrainischen Militärangehörigen und deutschen Expertinnen und Experten aus Bundeswehr, Politik, Verteidigungsindustrie und Forschung. Das Programm umfasste Gespräche mit dem Kommando Heer, dem Verteidigungsministerium, dem Auswärtigen Amt und Mitgliedern des Bundestages, einen Industrie-Roundtable beim BDI, Veranstaltungen bei der DGAP, ein Pressegespräch, eine Keynote des Brigadekommandeurs sowie zahlreiche Unternehmensbesuche. Auch der Austausch mit der Zivilgesellschaft und der ukrainischen Diaspora war Teil der Reise.


Die zentrale Frage: Was kann Deutschland aus den Erfahrungen der Ukraine lernen und wie lassen sich diese Erkenntnisse schneller in die Praxis umsetzen?


Der Krieg verändert sich rasant. Drohnen und unbemannte Systeme prägen das Gefechtsfeld. Die sogenannte Kill Zone – der Bereich, in dem Drohnen nahezu jede Bewegung aufklären und bekämpfen können – hat sich nach Angaben der Brigade von rund 5 auf 30 bis 40 Kilometer ausgeweitet. Die Grenzen zwischen Front und Hinterland verschwimmen. Nachschub, Truppenrotation und Verwundetenevakuierung erfolgen unter ständiger Beobachtung. Evakuierungen können Tage dauern – deshalb tragen Sanitäter Versorgungspakete für drei Tage.


Die Fachgespräche reichten von UAVs und UGVs über elektronische Kampfführung, Aufklärung und Kommunikation bis zu KI und militärmedizinischer Versorgung.

Die Brigade formulierte drei konkrete Erwartungen an ihre deutschen Partner. Dabei ging es nicht um Geld:


→ Tempo: Testet mit uns in Wochen, nicht in Jahren. Prototypen statt fertiger Produkte.


→ Durchhaltefähigkeit: Ersatzteile, Dokumentation und das Recht, in der Einheit zu reparieren.


→ Präsenz: Deutsche Ingenieure arbeiten direkt mit den ukrainischen Soldaten zusammen, die diese Technologien einsetzen, und Ausbilder trainieren gemeinsam.


Auch die persönliche Dimension kam nicht zu kurz: Die Delegation brachte immer wieder ihre Dankbarkeit für die deutsche Unterstützung der Ukraine zum Ausdruck. Persönlich Danke sagen, Wissen weitergeben und Partnerschaften stärken – auch darum ging es bei dieser Reise.


Der Besuch fand im Rahmen unseres Defence Track statt – einem Arbeitsbereich, der den fachlichen Austausch zu Sicherheits- und Verteidigungsfragen zwischen ukrainischen und deutschen Akteuren fördert.



Unser herzlicher Dank gilt den sechs Mitgliedern der Delegation für ihren täglichen Einsatz zur Verteidigung der Ukraine, ihre Offenheit und ihr Vertrauen sowie allen Partnerinnen und Partnern, die zu diesem intensiven fachlichen Austausch beigetragen haben.


Die Reise wurde durch eine wohltätige Spende von Quantum Systems und ARX Robotics ermöglicht.

 
 
 

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