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Ukraine Strategy Seminar 2026: After Certainty – Sicherheit, Demokratie und Gesellschaft neu denken

vor 41 Minuten
3 Min. Lesezeit

Das Deutsch-Ukrainische Büro (DUB) und die Evangelische Akademie Loccum laden zum dritten Ukraine Strategy Seminar ein, das vom 30. November bis zum 2. Dezember 2026 in Loccum stattfindet. Unter dem Titel „After Certainty: Rethinking Security, Democracy and Society“ bringt die Tagung führende Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Militär, Wissenschaft, Journalismus und Zivilgesellschaft aus der Ukraine, Europa und darüber hinaus zusammen, um über die Zukunft der Ukraine und der europäischen Sicherheit zu diskutieren.


Während Russland seinen Krieg gegen die Ukraine fortsetzt, die Angriffe auf die zivile Infrastruktur intensiviert und dem Land ein weiterer schwieriger Winter bevorsteht, sieht sich Europa mit grundlegenden Fragen zu seiner Sicherheit und strategischen Ausrichtung konfrontiert. Die wachsende Unsicherheit in den transatlantischen Beziehungen unterstreicht die Dringlichkeit einer kohärenten und langfristig tragfähigen europäischen Strategie gegenüber der Ukraine.


Wie können Europa und die Ukraine ihre Sicherheit gemeinsam gestalten? Welche Rolle sollte die Ukraine in der sich wandelnden europäischen Sicherheitsarchitektur spielen? Wie können demokratische Gesellschaften ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber zunehmend komplexen militärischen, politischen und technologischen Bedrohungen stärken? Und was ist notwendig, um die Unterstützung für die Ukraine auch in den kommenden Jahren aufrechtzuerhalten?


Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des dreitägigen, interdisziplinären Austauschs in Loccum.


Von den Entwicklungen auf dem Schlachtfeld zur Zukunft der europäischen Sicherheit


Das Tagungsprogramm verbindet aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen mit langfristigen strategischen Fragen und bringt die Erfahrungen der Ukraine aus dem Krieg in die breitere europäische Debatte ein.


Die Diskussionen befassen sich mit der aktuellen Lage auf dem Schlachtfeld und möglichen zukünftigen Sicherheitsszenarien sowie mit den Auswirkungen rasanter technologischer Innovationen auf die europäische Verteidigungs- und Abschreckungsfähigkeit. Besondere Aufmerksamkeit gilt der wachsenden Rolle der Ukraine als Sicherheitsgarant und Sicherheitsakteur für Europa – und nicht ausschließlich als Empfänger internationaler Unterstützung.


Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der gesamtgesellschaftlichen Verteidigung (Whole-of-Society Defence) und der gesellschaftlichen Resilienz. Am Beispiel von Charkiw werden die Teilnehmenden diskutieren, wie lokale Gemeinschaften, Zivilgesellschaft, staatliche Institutionen und Streitkräfte zusammenarbeiten können, um anhaltenden Angriffen standzuhalten und die Aufrechterhaltung grundlegender Funktionen auch unter Kriegsbedingungen sicherzustellen.


Darüber hinaus widmet sich das Programm den innenpolitischen Entwicklungen in der Ukraine, dem EU-Beitrittsprozess, demokratischer Regierungsführung sowie den Herausforderungen, vor denen demokratische Gesellschaften angesichts eines zunehmenden Autoritarismus und schwindenden Vertrauens in staatliche Institutionen stehen.


Neben den Plenardiskussionen sind kleinere thematische Gesprächsformate vorgesehen, darunter eine vertiefende militärische Fachdiskussion (Military Deep Dive) und eine Blackout-Simulation. Ein literarischer Salon mit der ukrainischen Dichterin und Soldatin Yaryna Chornohuz eröffnet zudem eine persönliche und kulturelle Perspektive auf den Krieg und geht der Frage nach, was es bedeutet, unter extremen Bedingungen die eigene Menschlichkeit zu bewahren.


Hochkarätige Gäste aus der Ukraine, Europa und darüber hinaus


Wir freuen uns, ein hochkarätiges Programm mit Expertinnen und Experten ankündigen zu können, die unterschiedliche Perspektiven und umfangreiche Erfahrungen in die Diskussionen einbringen werden.


Zu den im Programm vorgesehenen Rednerinnen, Rednern und Moderierenden gehören Yaryna Chornohuz, Rebecca Harms, Yevhen Hlibovytsky, Gustav Gressel, Michael Kofman, Dmytro Kuleba, Gwendolyn Sasse, Yaroslav Trofimov, Robin Wagener und Brian Whitmore sowie zahlreiche weitere renommierte Persönlichkeiten aus Politik, Verteidigung, Wissenschaft, Journalismus und Zivilgesellschaft.


Die Tagung bietet Raum für einen direkten Austausch zwischen ukrainischen Praktikerinnen und Praktikern mit unmittelbarer Kriegserfahrung sowie internationalen Fachleuten und politischen Entscheidungsträgern, die Europas Reaktion auf den Krieg mitgestalten.


Eine Plattform für den strategischen Dialog


Das Ukraine Strategy Seminar in Loccum hat sich als jährliche Plattform für einen vertieften Austausch über die Ukraine und die westliche Ukrainepolitik etabliert. Die Ausgabe 2026 bringt bis zu 70 Teilnehmende in einem Format zusammen, das einen substanziellen Dialog, kritische Reflexion und neue Kontakte über fachliche und nationale Grenzen hinweg fördern soll.


Die Diskussionen finden unter der Chatham House Rule statt, um einen offenen Austausch auch über sensible politische und sicherheitspolitische Fragen zu ermöglichen.


Für das DUB steht die Tagung im Zeichen eines zentralen Grundsatzes unserer Arbeit: Die Ukraine muss im Mittelpunkt der Debatten über die Zukunft der europäischen Sicherheit stehen. Ukrainisches Fachwissen, praktische Erfahrungen und Perspektiven sind unverzichtbar, um realistische und langfristig tragfähige Antworten auf die Herausforderungen unseres Kontinents zu entwickeln.


Die Tagung wird gemeinsam vom Deutsch-Ukrainischen Büro (DUB) und der Evangelischen Akademie Loccum in Partnerschaft mit dem Frontier Institute, dem Sahaidachnyi Security Center, dem Ukrainischen Institut in Deutschland und Democracy Reporting International organisiert.



Termin: 30. November – 2. Dezember 2026

Ort: Evangelische Akademie Loccum, Deutschland

Tagungssprache: Englisch

Teilnahmebeitrag: 299 € regulär / 199 € ermäßigt (einschließlich Unterkunft und Verpflegung)


Wir laden alle Interessierten herzlich ein, sich über das Programm zu informieren und für die Tagung anzumelden.




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