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Ein bewegender Abend mit Oleksandra Matviichuk: Die Stärke der ganz normalen Menschen

  • iborzilo
  • vor 15 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Am 24. November veranstalteten wir im Berliner Ensemble einen öffentlichen Dialog mit Oleksandra Matviichuk, Friedensnobelpreisträgerin und Leiterin des Center for Civil Liberties. Mehr als 500 Gäste kamen zu einem Abend voller Reflexion, Ehrlichkeit und Hoffnung zusammen. In einer Zeit, in der die Ukraine erneut unter politischem Druck steht und wieder über sogenannte Friedensverhandlungen diskutiert wird, hätte Matviichuks Stimme nicht aktueller sein können.


Die Veranstaltung wurde mit einem berührenden Auftritt des Klekit Chors eröffnet, der Tschervona Ruta sang – ein symbolisches Lied für alle Ukrainer:innen. Der erste Teil des Abends bestand aus einem moderierten Gespräch zwischen Oleksandra Matviichuk und der renommierten Osteuropa-Reporterin und Expertin Sabine Adler zum Thema Gerechtigkeit im Krieg. Anschließend folgte eine Diskussion über den Zustand der Demokratie in der Ukraine mit der langjährigen Ukraine-Expertin Rebecca Harms, Michael Meyer-Resende, Executive Director von DRI, und Oleksandra Matviichuk. Moderiert wurde das Gespräch von Mattia Nelles, Geschäftsführer des DUB. Gemeinsam beleuchteten sie, was Demokratie unter dem Druck eines umfassenden Krieges bedeutet, wie das Leben unter Besatzung tatsächlich aussieht und warum Menschenrechte und Rechenschaftspflicht im Zentrum jeder zukünftigen Friedenslösung stehen müssen.


Immer wieder kehrte das Publikum zu einem Gedanken zurück, den Matviichuk formulierte: „Wir sind keine Geiseln der Umstände – wir sind aktive Mitgestalter der Ereignisse.“ Ihre Botschaft über die Kraft der gewöhnlichen Menschen – derjenigen, die Würde verteidigen, Besatzung widerstehen, Verbrechen dokumentieren und die Demokratie am Leben halten – inspirierte den gesamten Saal.


Die Sprecher:innen diskutierten zudem über Demokratie, Menschenrechte, Resilienz und die Bedeutung von Hoffnung im Krieg. Sie thematisierten, was Europa aus der ukrainischen Erfahrung lernen kann und warum ein gerechter Frieden sowohl Rechenschaft für den Aggressor als auch langfristige Sicherheit für den Kontinent gewährleisten muss.


Dieser große öffentliche Dialog war ein Versuch, ukrainischen Stimmen über den Expertenkreis hinaus Gehör zu verschaffen und direkt die breitere deutsche Öffentlichkeit zu erreichen. Das Ergebnis war ein voll besetzter Saal, der zuhörte, mitfühlte, Fragen stellte und am Ende stehenden Applaus spendete – ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass Demokratie durch Menschen lebt und dass Ukrainer:innen nicht nur ihr Land, sondern auch die Idee von Freiheit verteidigen.


Für diejenigen, die nicht teilnehmen konnten, steht die Aufzeichnung der Veranstaltung online zur Verfügung:


Das Event im Berliner Ensemble wurde vom Deutsch-Ukrainisches Büro und Democracy Reporting International mitorganisiert. Wir danken herzlich unseren Partnern von Vitsche und dem Ukrainischen Institut in Deutschland für ihre Unterstützung. Möglich wurde diese Veranstaltung durch die Förderung des Auswärtigen Amts und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).


Fotos: Pavlo Slobodnichenko




 
 
 

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